BONUS d' escargot
Künstlerhaus Esslingen NGO / Produzentengalerie
  BONUS d' escargot

 

 

     Konzeption

     Kontakt

     Biographien

     Presse

     Forum

     Aktuelles

     Vergangenes

     Planung

     Mitgliedsformular

     Impressum

     Home
  

 

Filmprojekt "Schattenmorellen"



Schattenmorellen ist ein Kunstfilm in DV-Technik, der sich frei zwischen Dokumentation und Fiktion bewegt.

Schattenmorellen dreht sich um Sven, einen ehemaligen Berufssoldaten, der sich nach dem Austritt aus der Armee in eine eigene, von Einsamkeit geprägte Welt zurückgezogen hat, in der er sich seinen Wünschen und Ängsten täglich gegenüber sieht, unfähig, ohne sozial Bindung, diese zu verarbeiten.



Sven sehnt sich nach einer Welt, in der er Geborgenheit und Liebe finden kann. Seine verhaltene Aggression, seine Gewaltbereitschaft und die Logik seiner geschlossenen Welt lassen jedoch ein Öffnen und ein Fremdverstehen nicht zu. Sven ist ein Mensch, an dem zunächst nichts außergewöhnliches ist. Aber hinter der Unbeständigkeit und Oberflächlichkeit, wenn nicht gar Nichtexistenz seiner sozialen Strukturen verbirgt sich eine Aggression, die - so scheint es – nur noch über ein rigoroses Ordnungssystem und ein übertriebenes und chamäleonhaftes Rollenverhalten in Bann gehalten werden kann.
Die nicht stattfindende Metamorphose wird kompensiert durch eine Maskerade, durch einen Selbstbetrug der Sven in seinem System gefangen hält. Und wie in „Täglich grüßt das Murmeltier“ durchlebt er Tag für Tag die gleichen Abläufe, unfähig aus diesem Kreislauf auszubrechen.



Schattenmorellen ist eine Studie, die sich nicht als psychologisch sehen will, vielmehr als eine Umsetzung einer alltäglichen unterschwelligen Orientierungslosigkeit in Bildern, die allzu pauschale Gründe und Begründungen zeigt und ironisch hinterfragt.

Der Film sucht nach den Ursachen von Aggression und Gewalt-bereitschaft, die sich symptomatisch an den kranken Momenten der Argumentation im Text zeigen. Der eigenen alltäglich Irrsinn, aus dem es keinen Ausweg zu geben scheint, erlaubt als einzige Kontaktaufnahme zur Realität nur den Weg über das Medium TV. Der tägliche Fernsehabend wird bei Sven symptomatisch für den gebrochenen Bezug zur Welt.



Schattenmorellen arbeitet mit einfachen und metaphorischen Bildern. Die patchworkartigen (Alp)traumhafte und alltäglichen Eindrücke werden durch ein Interview mit einem ehemaligen Soldaten schließlich zu einer Geschichte verbunden, die das Versagen von Integration, falsch verstandenes und durch Filme manipuliertes männliches Rollenverhalten und die damit in Konsequenz erfolgende Kommunikationsstörung mit der Welt der anderen, veranschaulicht.


Schattenmorellen
Deutschland / Germany, 2003, 40 min, F/c, DV (16:9)
dt. m. engl. UT


Regie/director: Rosy Albrecht, Susanne Parth
Buch/sreenplay: Rosy Albrecht, Susanne Parth
Kamera/cinematography: Martin Janda
Schnitt/editor: Susanne Parth, Rosy Albrecht, Martin Janda
Ton/sound: Stefan Ort
DarstellerIn/cast: Martin Loi
Untertitel//subtitel: Malle


sponsered by: Stadt Esslingen